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24 April 2020 | Generaldirektion Kommunikation

Weltweite Corona-Krisenreaktion: EU initiiert Geberkonferenz

Die Europäische Union schließt sich mit globalen Partnern zur raschen Mobilisierung von Finanzmitteln zusammen.

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Die EU bündelt ihre Kräfte mit globalen Partnern, um im Rahmen der Weltweiten Corona-Krisenreaktion ab dem 4. Mai 2020 Finanzmittel zu mobilisieren. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und internationale Gesundheitsorganisationen haben einen Aufruf gestartet, um im Kampf gegen das Coronavirus bei der Entwicklung sicherer, hochwertiger, wirksamer und erschwinglicher Tests, Behandlungen und Impfstoffe zügig voranzukommen und möglichst bald fairen und gleichberechtigten Zugang zu diesen Möglichkeiten zu bieten.

Um Mittel zur Verwirklichung dieses Ziels zu mobilisieren, werden die EU und ihre Partner einen weltweiten Geber-Marathon organisieren. Länder und Organisationen in der ganzen Welt rufen zu Spenden auf. 7,5 Milliarden Euro Anschubfinanzierung sollen auf diese Weise zusammenkommen.

Die Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen erklärte: „Wir müssen die Welt, alle politischen Führungskräfte und die Menschen im Kampf gegen das Coronavirus einen. In nur 10 Tagen starten wir eine weltweite Geberkonferenz. Einen richtigen Marathon. Nur mit einer weltweiten Reaktion und nachhaltigen Maßnahmen an allen Fronten können wir das Coronavirus besiegen. Wir müssen einen Impfstoff entwickeln, herstellen und überall auf der Welt einsetzen. Und wir müssen ihn zu erschwinglichen Preisen bereitstellen.“

Naturwissenschaftler und Mediziner auf der ganzen Welt arbeiten angestrengt an innovativen Lösungen, um Leben zu retten und unsere Gesundheit zu schützen. Ab dem 4. Mai wird die Kommission Finanzzusagen von Staaten und Unternehmensstiftungen registrieren. Die Kommission ersucht auch Regierungen, Unternehmer, Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, Philanthropen, Künstler/innen und Bürger/innen, für die Geberkonferenz zu werben. Die bereitgestellten Mittel werden in drei Aktionsbereiche fließen: Diagnostik, Therapie und Impfstoffe.

Der Countdown zum Beginn des Marathons läuft ab heute, dem ersten Tag der von den Vereinten Nationen organisierten Weltimpfwoche 2020. Das diesjährige Thema ist #VaccinesWork for All (Impfen hilft allen). Im Mittelpunkt der Kampagne steht die Frage, wie Impfstoffe und diejenigen, die sie entwickeln, bereitstellen und erhalten, zum Schutz der Gesundheit sämtlicher Menschen überall beitragen.

Mehr zur Initiative und zur Beteiligung an der weltweiten Corona-Krisenreaktion: europa.eu/Weltweite Corona-Krisenreaktion

Hintergrund

Am 26. März erzielten die G20 in einer außerordentlichen Sitzung über den Ausbruch des Coronavirus eine Einigung auf eine globale Initiative zur Vorbereitung und Reaktion auf Pandemien im Sinne einer universellen, wirksamen, nachhaltigen Finanzierungs- und Koordinierungsplattform zur beschleunigten Entwicklung und Bereitstellung von Impfstoffen, Diagnostika und Therapien.

Am 24. April haben die WHO und eine Gruppe globaler Akteure im Gesundheitsbereich eine wegweisende globale Zusammenarbeit für die beschleunigte Entwicklung und Produktion sowie gleichberechtigten weltweiten Zugang zu neuen wichtigen Gesundheitstechnologien für die Bekämpfung von COVID-19 ins Leben gerufen. Zu der Gruppe gehören die Bill and Melinda Gates Foundation (BMGF), die Coalition for Epidemic Preparedness Innovations (CEPI), die Globale Allianz für Impfstoffe und Immunisierungen (GAVI), der Globale Fonds, UNITAID, der Wellcome Trust und die Weltbank. Sie verpflichteten sich auf das gemeinsame Ziel eines gleichberechtigten globalen Zugangs zu innovativen Instrumenten zur Bekämpfung des Coronavirus für alle. Lesen Sie ihren gemeinsamen Aufruf zum Handeln.

Als Reaktion auf den gemeinsamen Aufruf von Akteuren des Gesundheitswesens bündelt die EU ihre Kräfte mit Frankreich, Deutschland, dem Vereinigten Königreich, Norwegen und Saudi-Arabien, um eine Geberkonferenz auszurichten, entsprechend der Ankündigung von Kommissionspräsidentin von der Leyen vom 15. April, dass die Kommission eine Online-Geberveranstaltung zur Finanzierung der Entwicklung eines Impfstoffs gegen COVID-19 organisieren werde.

Parallel dazu stellt die Kommission Hunderte Millionen Euro für Forschungs- und Innovationsmaßnahmen zur Entwicklung von Impfstoffen, neuen Behandlungsmethoden, diagnostischen Tests und medizinischen Systemen bereit, mit denen die Ausbreitung des Coronavirus verhindert werden soll.

 

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Generaldirektion Kommunikation